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Shogi-Figuren auf Deutsch: Namen, Züge und Notation, ganz ohne Kanji

Jeder Shogi-Stein ist derselbe Holzkeil mit einem aufgedruckten Kanji, und an dieser einen Gestaltungsentscheidung scheitern die meisten Schachspieler lange vor den Regeln. Hier steht jede Figur auf Deutsch: ihr Name, ihr Zeichen, wie sie zieht, wozu sie umgewandelt wird und wie du einen aufgeschriebenen Shogi-Zug liest.

Ein Freund, der Schach spielt, wird neugierig auf Shogi (ein Anime, ein YouTube-Clip, die seltsame Tatsache, dass geschlagene Figuren für die andere Seite zurückkommen), installiert eine App, öffnet sie und starrt auf ein Raster aus 9 × 9 Feldern voller gleicher Holzkeile mit Zeichen, die er nicht lesen kann. Dann schließt er sie wieder. Bis zu den Regeln ist er nie gekommen.

Die Kanji auf den Steinen sind die Mauer. (Steine sagt man im Shogi meist, gemeint sind die Figuren.) Bevor die Geschichte der Gestaltung kommt, steht hier deshalb jede Figur auf Deutsch, mit ihrem Zeichen, ihrer Zugweise und dem, wozu sie umgewandelt wird.

Die acht Shogi-Figuren auf Deutsch

Figur Kanji Rōmaji Zugweise Umwandlung zu
König 王 / 玉 ōshō / gyokushō Ein Feld in jede Richtung Keine Umwandlung
Turm 飛 hisha Beliebig weit waagerecht oder senkrecht (wie der Turm im Schach) Drache (龍): Turm plus ein Schritt diagonal
Läufer 角 kakugyō Beliebig weit diagonal (wie der Läufer im Schach) Pferd (馬): Läufer plus ein Schritt waagerecht oder senkrecht
Goldgeneral 金 kinshō Ein Feld waagerecht oder senkrecht oder ein Feld diagonal nach vorn Keine Umwandlung
Silbergeneral 銀 ginshō Ein Feld geradeaus nach vorn oder ein Feld in jede Diagonale +Silber (成銀): zieht wie ein Gold
Springer 桂 keima Zwei Felder nach vorn und eins zur Seite; nur nach vorn, springt über Figuren +Springer (成桂): zieht wie ein Gold
Lanze 香 kyōsha Beliebig weit geradeaus, nur nach vorn +Lanze (成香): zieht wie ein Gold
Bauer 歩 fuhyō Ein Feld geradeaus nach vorn; schlägt geradeaus, nicht diagonal Tokin (と): zieht wie ein Gold

Acht Grundfiguren, sechs davon umwandelbar, alle mit derselben Silhouette: Das sind vierzehn verschiedene Dinge, die du allein am Zeichen auseinanderhalten musst. Im Schach hat jede Figur ihre eigene Form, „ich lerne einfach die sechs Formen“ funktioniert dort. Hier gibt es dafür keine Entsprechung.

So ziehen die Figuren, aus Sicht eines Schachspielers

Wenn du schon Schach spielst, stolperst du immer wieder über dieselben paar Dinge.

Der Goldgeneral. Er geht einen Schritt in jede gerade Richtung und dazu in die beiden Diagonalen nach vorn: sechs Felder, ohne diagonalen Rückzug. Wichtig ist er weit über seine eigene Zugweise hinaus, denn vier umgewandelte Figuren werden zu einem Gold: Umgewandelter Silbergeneral, Springer, Lanze und Bauer ziehen genau wie er. Lern den Schritt des Goldes auf seine sechs Felder einmal, und du weißt, wie sich das halbe Brett im Endspiel verhält.

Der Silbergeneral. Ein Feld geradeaus nach vorn oder ein Feld in jede Diagonale, insgesamt fünf Felder. Er kann diagonal zurück, aber nicht geradeaus zurück. Wandelst du ihn um, bekommt er den geraden Schritt zurück des Goldes und verliert seine diagonalen Rückzüge. Diesen Tausch bereust du, wenn du das Silber zwei Züge später diagonal nach Hause holen wolltest. (Frag mich, wie ich gelernt habe, das doppelt zu prüfen.)

Springer und Lanze können nicht umkehren. Der Springer springt auf eines von zwei Feldern, zwei Reihen nach vorn und eine Linie zur Seite, über alles dazwischen hinweg, und nur nach vorn; einen Springerzug zurück gibt es im Shogi nicht. Die Lanze ist ein Turm, dem nur eine Richtung geblieben ist: geradeaus nach vorn, beliebig weit. Ist eine der beiden einmal vorgerückt, kommt sie nicht mehr zurück.

Der Bauer schlägt geradeaus. Ein Shogi-Bauer zieht ein Feld nach vorn und schlägt ein Feld nach vorn. Das diagonale Schlagen, das dir vom Schach in den Fingern steckt, gibt es nicht. Es gibt auch keinen Doppelschritt am Anfang und kein en passant. Dafür hat Shogi das Einsetzen.

Einsetzen. Schlägst du eine Figur, kommt sie in deine Hand, und du kannst sie später als ganzen Zug auf ein beliebiges leeres Feld einsetzen, wo sie für dich kämpft. In einer normalen Partie wechselt eine Figur mehrmals die Seite. Eingesetzt wird immer im unumgewandelten Zustand, und ein paar Grenzen solltest du kennen: Du darfst nicht zwei eigene unumgewandelte Bauern auf derselben Linie haben (Nifu), du darfst keinen Bauern einsetzen, der sofort matt setzt (Uchifuzume), und du darfst keine Figur dort einsetzen, wo sie keinen legalen Zug mehr hätte (Bauer oder Lanze auf der letzten Reihe, Springer auf den letzten beiden). Das Einsetzen ist auch der Grund, warum die Bewertung einer Shogi-Engine stärker ausschlägt als die einer Schach-Engine (auf Englisch).

Die Umwandlung selbst ist in der Zone (den drei hintersten Reihen des Gegners) freiwillig. Nur wenn eine Figur sonst keinen Zug mehr hätte, muss sie umgewandelt werden.

Shogi-Züge lesen und schreiben

Auch für eine aufgeschriebene Partie brauchst du kein Japanisch. Die westliche Shogi-Notation ist direkt aus der algebraischen Schachnotation gebaut, und zwei Varianten davon wirst du antreffen. Die Buchstaben stammen aus den englischen Figurennamen.

Jede Figur ist ein Buchstabe: K König (King), R Turm (Rook), B Läufer (Bishop), G Gold, S Silber, N Springer (Knight), L Lanze (Lance), P Bauer (Pawn). Eine umgewandelte Figur bekommt ein + davor (+R Drache, +B Pferd, +P Tokin). Ein Zug ist Figur · Verbindungszeichen · Feld. Das Verbindungszeichen ist - für einen normalen Zug, x für ein Schlagen und * für das Einsetzen aus der Hand. Ein + am Ende heißt, dass du mit diesem Zug umgewandelt hast, ein =, dass du darauf verzichtet hast.

Felder schreibt man Linie vor Reihe. Die Linien laufen von Schwarz aus gesehen von 1 bis 9 von rechts nach links, die Reihen von oben nach unten. Die beiden Systeme unterscheiden sich nur darin, wie sie die Reihe bezeichnen:

  • Hodges (der Standard in englischsprachigen Shogi-Büchern, eingeführt 1976 von George Hodges in der Zeitschrift Shogi) bezeichnet die Reihen mit den Buchstaben a bis i: P-7f ist ein Bauer auf die 7. Linie, 6. Reihe.
  • Hosking nimmt dafür die Zahlen 1 bis 9, dasselbe Feld heißt also 76 und der Zug P-76. Einsätze schreibt Hosking außerdem mit Apostroph: S'45, wo Hodges S*4e schreibt.

Ein paar Beispiele:

  • P-7f: Ein Bauer zieht nach 7f (ein üblicher Eröffnungszug).
  • S*4e: Ein Silber aus der Hand wird auf das leere Feld 4e eingesetzt.
  • Bx8h+: Der Läufer schlägt auf 8h und wird zum Pferd umgewandelt.
  • S3ax2b: Kennst du die Hosking-Form S31x22, ist das derselbe Zug: ein Silber auf Linie 3, Reihe 1, das auf Linie 2, Reihe 2 schlägt.

Das ist das ganze System: Buchstabe der Figur, was passiert ist, wohin. (Vollständige Tabellen, auch mit den selteneren Zeichen zur Unterscheidung, stehen auf der Wikipedia-Seite zur Shogi-Notation (auf Englisch).) Wie das in der Praxis aussieht, zeigt der Einstieg in die Shogi-Eröffnungen: Dort stehen zwei Eröffnungen Zug für Zug in dieser Notation.

Warum die Zeichen die Hürde sind und warum ich sie nicht einfach übersetzt habe

Alles bis hier ist zum Nachschlagen. Der Rest ist die Geschichte hinter Shogiful, denn hinter „nimm doch einfach westliche Figuren“ stecken drei getrennte Probleme, und die meisten internationalen Sätze lösen nur das erste.

Warum kann Shogi einen Springer nicht einfach als Pferdekopf zeichnen wie Schach? Weil die Gestaltung der Steine die Regeln trägt. Alle vierzig Steine haben eine Form und eine Farbe, und wem einer gehört, zeigt die Richtung des Keils. Das muss die Einsetzregel überstehen: Ein geschlagener Stein kommt in deine Hand und kämpft danach für dich. Feste Farben würden den falschen Besitzer zeigen, ein Keil, den man umdreht, nicht. Die ganze Identität steckt also in den Zeichen. 歩 ist ein Bauer, 銀 ein Silber, 飛 ein Turm. Bei der Umwandlung wird ein Stein umgedreht, und das Zeichen ändert sich, meist zu einem roten, denn die Umwandlung ändert den Zustand der Figur, nicht die Figur. Ein kompaktes System, wenn du die Zeichen lesen kannst, und ein Feld gleicher Keile, wenn nicht.

Ein Brett, das du wirklich lesen kannst, braucht drei Dinge:

Identität: ein eigenes Symbol pro Figur, das du auf einen Blick erkennst. Das ist der leichte Teil, und hier hören die meisten Sätze auf.

Zugweise, und die zählt am meisten. Wer neu ist, weiß nicht, dass die Lanze nur nach vorn zieht, dass der Springer genau zwei Zielfelder hat oder dass ein Silber nicht zur Seite ziehen kann. Der Stil „International“ in Shogiful behält die Kanji und ergänzt Pfeile, die zeigen, wohin jede Figur ziehen kann. So erklärt die Figur ihre legalen Züge selbst. Am meisten bringt das bei der Gold-Familie, denn umgewandelter Silbergeneral, Springer, Lanze und Bauer ziehen alle gleich. Die Pfeile machen die Ähnlichkeit sichtbar, und du musst dir keine vier getrennten Fakten merken.

Umwandlungszustand. Traditionelle Sätze wechseln zu roten Zeichen. Ein Satz ohne Kanji braucht eine Änderung, die genauso schwer zu übersehen ist, mehr als eine Tönung, denn „Ist das Silber umgewandelt?“ ist genau die Frage, bei der du dich nicht irren darfst, wenn du ausrechnest, ob es sich zurückziehen kann.

Dann bleibt die Wahl selbst. Shogiful hat drei Steinstile: „Traditionell (Kanji)“ mit Kanji auf Holzsteinen, „International“ mit Kanji und Zugpfeilen und „Schach“ mit Symbolen im Schachstil ganz ohne Kanji. Beim ersten Start fragt die App neue Spieler außerhalb Japans nach ihrem Stil, bevor sie wissen, welchen sie brauchen. Deshalb bleibt die Wahl offen: Unter „Einstellungen“ → „Darstellung“ wechselst du den Stil jederzeit, und Züge zeigt die App in westlicher (P-7f) oder japanischer Notation.

Erst die Figuren, dann die Kanji

Einen echten Zielkonflikt gibt es: Die Shogi-Welt läuft auf Kanji. Bücher, Aufgabensammlungen, japanische Apps, echte Bretter und jedes Diagramm auf jeder Shogi-Website verwenden Kanji. Wer für immer bei Steinen ohne Kanji bleibt, stößt irgendwann an eine Grenze dessen, was er lesen kann.

Der Stil ohne Kanji ist deshalb als Einstieg gedacht. „International“ ist die Brücke: Das Zeichen steht auf jedem Stein, während die Pfeile dir sagen, wie er zieht. Du liest 銀 in jedem Zug, ohne es schon kennen zu müssen, und wechselst zu „Traditionell“, wenn du die Pfeile nicht mehr brauchst. 銀 begegnet dir erst, wenn du schon weißt, wie sich ein Silber verhält, und das ist viel leichter, als Zeichen und Verhalten gleichzeitig zu lernen. Niemand lernt Schach, indem er vor der ersten Partie die Buchstaben K, D, T, L und S auswendig lernt. Shogi hat außerhalb Japans aber jahrzehntelang praktisch genau das verlangt und sich dann gewundert, warum sich das Spiel nicht verbreitet.

Ein Brett, das du ab dem ersten Zug lesen kannst

Das lesbare Brett ist die Eingangstür. Dahinter liegt der Grund, warum es Shogiful gibt: Jede Partie wird auf deinem Gerät von YaneuraOu ausgewertet, einer Open-Source-Shogi-Engine. Jeder Fehler wird auf einer Karte erklärt (die verpasste Springergabel per Einsatz, der Randbauer, der deine Burg aufgebrochen hat), und das tägliche Training baut auf der Schwäche auf, die deine Partien am häufigsten zeigen. Nichts davon erreicht jemanden, der am ersten Tag am Brett abgeprallt ist. Deshalb hängt jede andere Funktion am Steinsatz.

Willst du gewertete Partien gegen Menschen spielen, sind die Online-Plattformen das richtige Werkzeug, auch wenn das Brett dort ganz aus Kanji besteht, also genau das Problem dieser Seite. Die üblichen Anlaufstellen sind Lishogi, kostenlos und Open Source, 81Dojo als internationales Dojo und PiyoShogi, eine gute kostenlose App für Einsteiger. Unsere Vergleiche dazu: Lishogi (auf Englisch), 81Dojo (auf Englisch) und PiyoShogi (auf Englisch). Die ganze Kategorie, auch Trainings-Apps, die ohne Internet laufen, vergleicht unser Ratgeber zu den besten Shogi-Apps fürs iPhone.

Shogiful selbst gibt es im App Store für iPhone, iPad und Mac. Der Download ist kostenlos, mit täglichen Limits für Analyse und Training, und Premium kostet 1,99 €/Monat, 9,99 €/Jahr oder 22,99 € einmalig. Auf der App-Seite findest du die Methode, einen Vergleich mit den Online-Plattformen und sechs Beispiele dafür, wie ein Shogi-Fehler in klaren Worten aussieht.

Fragen

Häufig gefragt

Wie heißen die Shogi-Figuren auf Deutsch?
Shogi hat acht Figurenarten: König (王 / 玉, ōshō), Turm (飛, hisha), Läufer (角, kakugyō), Goldgeneral (金, kinshō), Silbergeneral (銀, ginshō), Springer (桂, keima), Lanze (香, kyōsha) und Bauer (歩, fuhyō). Turm und Läufer ziehen wie ihre Namensvettern im Schach, Gold- und Silbergeneral sind Generäle mit kurzer Reichweite, und Springer, Lanze und Bauer ziehen nur nach vorn. Jeder Stein hat dieselbe fünfeckige Keilform, erkennbar ist er also nur am Kanji.
Was ist die Lanze im Shogi, und was bedeutet ihr Kanji (香)?
Die Lanze (香車, kyōsha, wörtlich „Weihrauchwagen“; das einzelne Zeichen 香 bedeutet Weihrauch oder Duft) zieht beliebig viele leere Felder geradeaus nach vorn, und nur nach vorn. Rückwärts oder zur Seite kann sie nie, eine vorgerückte Lanze ist also festgelegt. Als Schachspieler stellst du sie dir am besten als Turm vor, der nur eine seiner vier Richtungen behalten hat. Erreicht sie die Umwandlungszone, wird sie zur umgewandelten Lanze (成香, narikyō) und zieht von da an wie ein Goldgeneral.
Wie liest man Shogi-Notation ohne Japanisch?
Jede Figur ist ein Buchstabe, und zwar der Anfangsbuchstabe ihres englischen Namens: K König, R Turm, B Läufer, G Gold, S Silber, N Springer, L Lanze, P Bauer. Ein „+“ davor steht für eine umgewandelte Figur (+R ist der Drache, +P der Tokin). Ein Zug besteht aus Buchstabe, Verbindungszeichen und Zielfeld: „-“ für einen normalen Zug, „x“ für ein Schlagen, „*“ für das Einsetzen aus der Hand und am Ende ein „+“, wenn du umwandelst, oder ein „=“, wenn du darauf verzichtest. Felder schreibt man Linie vor Reihe. Die Linien laufen von Schwarz aus gesehen von 1 bis 9 von rechts nach links, die Reihen heißen im Hodges-System a bis i und im Hosking-System 1 bis 9. „P-7f“ (Hodges) und „P-76“ (Hosking) sind also derselbe Bauernzug, und ein Einsatz wird „S*4e“ geschrieben.
Kann man Shogi lernen, ohne vorher die Kanji zu lernen?
Ja. Bei Steinen im Schachstil steckt die Identität jeder Figur im Symbol selbst, und ein Satz, der die Kanji um Zugpfeile ergänzt, zeigt, wie jede Figur zieht. So ist das Spiel ab dem ersten Zug spielbar. Die traditionellen Zeichen lernst du danach am leichtesten: Erst weißt du, wie sich ein Silbergeneral verhält, dann ordnest du ihm 銀 zu. Das ist leichter, als Zeichen und Verhalten gleichzeitig zu lernen. Kennst du die Figuren schon, sitzen die acht Grundzeichen nach ein paar Partien.
Wie viele Shogi-Figuren werden umgewandelt, und wozu?
Sechs der acht Arten werden umgewandelt, wenn sie in die drei hintersten Reihen des Gegners ziehen, sich darin bewegen oder sie verlassen. Silbergeneral, Springer, Lanze und Bauer werden alle zu einer Figur, die genau wie ein Goldgeneral zieht (der umgewandelte Bauer heißt Tokin). Der Turm wird zum Drachen (Turmzüge plus ein Schritt diagonal) und der Läufer zum Pferd (Läuferzüge plus ein Schritt waagerecht oder senkrecht). König und Goldgeneral werden als einzige nie umgewandelt.
Was ist der Unterschied zwischen Gold- und Silbergeneral?
Der Goldgeneral zieht ein Feld in jede gerade Richtung (auch direkt zurück) und ein Feld diagonal nach vorn: sechs Felder, ohne diagonalen Rückzug. Der Silbergeneral zieht ein Feld geradeaus nach vorn oder ein Feld in jede der vier Diagonalen, insgesamt fünf Felder. Er kann diagonal zurück, aber nicht geradeaus zurück oder zur Seite. Der Haken in der Praxis: Der Silbergeneral wird umgewandelt und zieht dann wie ein Gold, der Goldgeneral nicht. Wer ein Silber umwandelt, tauscht also seine diagonalen Rückzüge gegen den geraden Schritt zurück des Goldes.
Warum tragen Shogi-Figuren Kanji statt eigener Formen wie im Schach?
Form und Farbe haben schon eine andere Aufgabe. Alle Shogi-Steine haben dieselbe fünfeckige Keilform und dieselbe Farbe. Wem ein Stein gehört, zeigt die Richtung, in die der Keil zeigt, denn ein geschlagener Stein wechselt die Seite und wird von dem, der ihn geschlagen hat, wieder ins Spiel eingesetzt. Feste Formen und Farben wie im Schach würden den falschen Besitzer zeigen, sobald ein Stein die Seite wechselt. Deshalb muss die Identität im Zeichen auf der Vorderseite stecken.

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