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Impfplan für Welpen und Kitten: Was wann fällig ist und welche Daten du aufheben solltest

Die meisten Welpen und Katzenwelpen bekommen ihre erste Impfung mit etwa acht Wochen. Danach verlieren viele den Überblick: wie viele Impfungen noch kommen, in welchem Abstand, warum eine davon bis zur 16. Woche warten muss und warum die Tierarztpraxis später noch einmal einbestellt. In Deutschland beantwortet das die Leitlinie der Ständigen Impfkommission Veterinärmedizin (StIKo Vet), international drei weitere Leitlinien, und sie stimmen in den Grundzügen überein. Hier stehen sie nebeneinander, dazu die Angaben, die du von jedem Impfnachweis abschreiben solltest.

In Deutschland ist die Leitlinie zur Impfung von Kleintieren der Ständigen Impfkommission Veterinärmedizin (StIKo Vet) am Friedrich-Loeffler-Institut die Grundlage der meisten Impfpläne für Hunde und Katzen; ihre Impftabellen für Hunde und Katzen stehen online. International gibt es drei weitere Leitlinien: die Hundeleitlinien der AAHA (2022, aktualisiert 2024) und die Katzenleitlinien von AAHA und AAFP (2020), beide für Nordamerika geschrieben, und die Leitlinien der WSAVA (2024) für Tierärzte weltweit (alle drei auf Englisch). Alle sind Hilfen für Tierärztinnen und Tierärzte, kein Kalender, dem man ohne sie folgt. Deine Tierarztpraxis passt den Plan an das Tier, die vorrätigen Impfstoffe und die Krankheiten vor Ort an. Die Tabellen unten zeigen, was die Leitlinien sagen. Dieser Artikel ersetzt keine tierärztliche Beratung.

Impfplan für Welpen

Das allgemeine Impfschema der StIKo Vet für Deutschland. Als Grundimmunisierung gelten alle Impfungen in den ersten beiden Lebensjahren.

Alter Parvovirose, Staupe Leptospirose Tollwut (keine Kernimpfung in Deutschland)
8 Wochen 1. Impfung 1. Impfung  
12 Wochen 2. Impfung 2. Impfung Ab 12 Wochen möglich, nach Herstellerangabe; Pflicht für Reisen ins Ausland
16 Wochen 3. Impfung   Bei Reisen mit Antikörpernachweis: 2. Impfung
15 Monate Impfung, schließt die Grundimmunisierung ab Impfung Bei Reisen mit Antikörpernachweis: 3. Impfung
Danach Je nach Impfstoff alle 1 bis 3 Jahre Jährlich Nach Herstellerangabe

Leptospirose ist in Deutschland eine Kernimpfung: Laut StIKo Vet sollten Hunde jederzeit dagegen geschützt sein, die Grundimmunisierung besteht aus zwei Impfungen, und die Impfung ist jährlich zu wiederholen. Weil sich die Leptospirose-Impfstoffe in ihrer Zusammensetzung zum Teil stark unterscheiden, rät die StIKo Vet, beim Wechsel vom Züchter zum neuen Zuhause möglichst beim selben Produkt zu bleiben, und für die erste Impfung beim Züchter zu einem Impfstoff gegen vier Serovare. Hepatitis contagiosa canis (HCC) führt sie nicht mehr als Kernimpfung, weil die Krankheit in Westeuropa dank konsequenter Impfung nur noch sehr selten vorkommt.

Zur Tollwut: Die terrestrische Tollwut ist in Deutschland getilgt, deshalb gilt die Impfung nur noch als Non-Core-Impfung. Für grenzüberschreitende Reisen schreibt die EU-Verordnung 576/2013 sie aber vor, und nach der nationalen Tollwutverordnung dürfen geimpfte Hunde nach Kontakt mit einem seuchenverdächtigen Tier unter behördlicher Beobachtung zu Hause bleiben. Dafür reicht eine Impfung nach Herstellerangabe ab 12 Wochen.

Die internationalen Leitlinien setzen etwas anders an. Die AAHA beginnt mit 6 bis 8 Wochen, verlangt mindestens drei Kernimpfungen zwischen 6 und 16 Wochen im Abstand von 2 bis 4 Wochen und empfiehlt, sie zu wiederholen, bis der Welpe älter als 16 Wochen ist; wo Staupe oder Parvovirose häufig sind, eher bis 18 bis 20 Wochen. Ein Welpe, der mit 8 Wochen im Abstand von 4 Wochen beginnt, bekommt seine Kernimpfungen mit 8, 12 und 16 Wochen, einer, der mit 6 Wochen im Abstand von 3 Wochen beginnt, braucht fünf Termine, um die 16 Wochen zu erreichen. Die WSAVA setzt eine Auffrischung mit 26 Wochen oder später an, die AAHA eine innerhalb eines Jahres. Leptospirose hat in Nordamerika gerade die Kategorie gewechselt: Die AAHA-Leitlinien von 2022 führten sie noch als Non-Core, im Juni 2024 hat die AAHA sie zur Kernimpfung erklärt (auf Englisch). Leptospirose-Impfstoffe sind inaktivierte Bakterien-Impfstoffe, die etwa 12 bis 18 Monate schützen, deshalb bleibt die Impfung auch dort jährlich.

Impfplan für Katzenwelpen

Das allgemeine Impfschema der StIKo Vet für Katzenwelpen. Die Kernimpfungen schützen gegen Katzenschnupfen (Felines Herpesvirus, R, und Felines Calicivirus, C) und Katzenseuche (Panleukopenie, P), zusammen RCP.

Alter RCP: Herpesvirus, Calicivirus, Panleukopenie Leukose (FeLV), bei hohem Risiko wie Freigang
8 Wochen 1. Impfung 1. Impfung (Mindestalter der meisten Impfstoffe)
3 bis 4 Wochen später   2. Impfung
12 Wochen 2. Impfung  
16 Wochen 3. Impfung  
Etwa 1 Jahr nach der ersten Impfung   Impfung, schließt die Grundimmunisierung ab
15 Monate Impfung, schließt die Grundimmunisierung ab  
Danach Im Abstand von bis zu 3 Jahren Bei älteren Katzen (etwa ab 5 bis 7 Jahren) individuell entscheiden

Gegen Panleukopenie sollte laut StIKo Vet spätestens mit 8 Wochen begonnen werden, bei hohem Infektionsdruck schon mit 6 Wochen, und danach alle 3 bis 4 Wochen mindestens bis in die 16. Lebenswoche. Die Tollwutimpfung ist auch bei Katzen keine Kernimpfung mehr; bei Katzen, die nicht ins Ausland reisen, kann sie entfallen. Für Reisen gilt dasselbe wie beim Hund: Impfung nach Herstellerangabe ab 12 Wochen.

Die internationalen Leitlinien sind sich hier ähnlich. Das Schema von AAHA und AAFP für die Allgemeinpraxis (auf Englisch) beginnt RCP ab 6 Wochen, wiederholt alle 3 bis 4 Wochen bis 16 bis 20 Wochen und impft mit 6 Monaten erneut; danach alle 3 Jahre (Injektion) oder jährlich (Nasenspray). FeLV zählt dort bei Katzen unter einem Jahr zu den Kernimpfungen, zwei Dosen im Abstand von 3 bis 4 Wochen ab 8 Wochen, eine Auffrischung beim ersten Jahrestermin, und danach jährlich, wenn Kontakt zu FeLV-positiven Katzen wahrscheinlich ist, sonst alle 2 bis 3 Jahre. Tollwut zählen AAHA und AAFP auch dort zu den Kernimpfungen, wo das Gesetz sie nicht verlangt. Das Kitten-Schema der WSAVA ist ähnlich: Impfungen alle 2 bis 4 Wochen, die letzte mit 16 Wochen oder später, und eine Wiederholung mit 26 Wochen oder später.

Warum die letzte Impfung bis zur 16. Woche warten muss

Welpen und Kitten bekommen Antikörper von ihrer Mutter, und diese mütterlichen (maternalen) Antikörper blockieren Impfstoffe genauso wie Infektionen. Diese Antikörper bauen sich bei verschiedenen Tieren unterschiedlich schnell ab, sogar innerhalb eines Wurfs, und wann sie bei einem bestimmten Tier verschwunden sind, lässt sich nicht vorhersagen. Die AAHA weist darauf hin, dass mütterliche Antikörper gegen Parvovirose 13 bis 15 Wochen oder länger bestehen können. Die Impfserie soll sicherstellen, dass eine Dosis nach ihrem Abbau trifft. Deshalb zählt die letzte Impfung mehr als die Zahl der Impfungen. Die WSAVA sagt es deutlich: Kann ein Welpe oder Kitten nur eine einzige Impfung bekommen, etwa aus Kostengründen, dann sollten es die Kernimpfungen mit 16 Wochen oder später sein.

Die StIKo Vet kommt zum selben Ergebnis. Bei Hunden sind ab der 16. Lebenswoche in der Regel keine mütterlichen Antikörper mehr zu erwarten. Bei Katzenwelpen zeigte eine Untersuchung, dass sie bis in die 20. Lebenswoche bestehen und eine Impfung über die 16. Woche hinaus verhindern können. Wurde die Impfung mit 16 Wochen versäumt, hält die StIKo Vet es für sinnvoll, Antikörper bestimmen zu lassen oder noch einmal zu impfen.

Die Wiederholung nach der Serie schließt die verbleibende Lücke. Die Leitlinien von AAHA und AAFP zitieren Studien, nach denen bis zu ein Drittel der Kitten auf eine letzte Impfung mit 16 Wochen nicht anspricht und mit 20 Wochen noch blockierende Antikörper haben kann. Die WSAVA rät inzwischen, Welpen und Kitten mit 26 Wochen oder später erneut zu impfen, statt bis zum Alter von 12 bis 16 Monaten zu warten. Die StIKo Vet setzt diesen Abschluss mit 15 Monaten an.

Auffrischung bei erwachsenen Tieren: alle drei Jahre oder jedes Jahr?

Das hängt vom Impfstoff ab. Laut StIKo Vet sehen die Impfstoffe gegen Staupe und Parvovirose nach erfolgreicher Grundimmunisierung je nach Hersteller Wiederholungen nach 1 bis 3 Jahren vor; bei Katzen empfiehlt sie die Wiederholung gegen Herpes-, Calicivirus und Panleukopenie im Abstand von bis zu 3 Jahren. Die AAHA empfiehlt Kernimpfungen beim Hund alle 3 Jahre nach der ersten Auffrischung und hält jährliche Kernimpfungen für unnötig. Die WSAVA sagt, Kernimpfungen sollten nicht öfter als nötig gegeben werden, weil moderne Lebendimpfstoffe viele Jahre schützen, während die meisten Non-Core-Impfstoffe etwa ein Jahr schützen. Ein typischer erwachsener Hund bekommt also nur alle paar Jahre eine Kernimpfung, einige Impfungen aber jedes Jahr:

  • Leptospirose: jährlich.
  • Zwingerhusten (Bordetella, oft mit Parainfluenza): für Hunde mit erhöhtem Risiko, etwa in Welpengruppen, Tierpensionen oder auf dem Hundeplatz; die Immunität hält laut StIKo Vet höchstens ein Jahr. Die AAHA nennt eine einzelne Dosis als Nasenspray, dann jährlich, und merkt an, dass Hunde mit hohem Risiko öfter profitieren können, zum Beispiel vor einem Aufenthalt in der Tierpension.
  • Lyme-Borreliose: für Hunde, die viel in Busch und Wald unterwegs sind oder dorthin reisen, wo die Krankheit vorkommt. Laut StIKo Vet jährlich, möglichst vor dem Höhepunkt der Zeckensaison im März und April, und zusammen mit wirksamem Zeckenschutz. Die AAHA nennt zwei Dosen im Abstand von 2 bis 4 Wochen, abgeschlossen 2 bis 4 Wochen vor der Reise, dann jährlich.
  • Hundegrippe (Canine Influenza): Die AAHA nennt zwei Dosen im Abstand von 2 bis 4 Wochen, eine Auffrischung innerhalb eines Jahres, dann jährlich.

Die WSAVA bittet Tierärztinnen und Tierärzte außerdem, den jährlichen Termin als Gesundheitskontrolle zu sehen und nicht als Impftermin, damit dieser Besuch nicht wegfällt, wenn die Kernimpfungen nicht mehr jährlich sind.

Was du von jedem Impfnachweis abschreiben solltest

Ein Impfnachweis klärt Fragen, die das Gedächtnis nicht beantworten kann. Halte für jede Impfung fest:

  1. Den Impfstoff, wie er dort steht, mit Produktnamen. „Tollwut, 3 Jahre“ und „Tollwut, 1 Jahr“ sind verschiedene Fälligkeiten.
  2. Das Impfdatum. Bei Welpen und Kitten vergleich es mit dem Geburtsdatum: Die letzte Impfung der Serie sollte mit 16 Wochen oder später liegen.
  3. Die nächste Fälligkeit, vom Nachweis abgeschrieben statt selbst ausgerechnet, denn Impfstoffe und Regeln unterscheiden sich.
  4. Die Chargennummer, die genau das Fläschchen bestimmt, falls je eine Reaktion gemeldet werden muss. Die WSAVA ermutigt Tierärztinnen und Tierärzte, jede mögliche Nebenwirkung an Hersteller und Behörde zu melden.
  5. Praxis und Tierärztin oder Tierarzt, die geimpft haben.

Heb die Nachweise selbst auf, nicht nur Notizen dazu, vor allem bei Tollwut. Tierpensionen und Hundefriseure wollen meist einen Impfnachweis sehen, manche verlangen, dass die Impfung eine bestimmte Zahl von Tagen vor der Ankunft liegt. Wer wonach fragt, steht im Artikel was in die Gesundheitsakte eines Haustiers gehört.

Wo Pawza dazu passt

Pawza ist eine App für die Gesundheitsakte deines Haustiers auf iPhone und iPad. Einen Impfplan enthält die App nicht, und sie entscheidet nicht, was dein Tier braucht; die Daten kommen aus den Unterlagen deiner Tierarztpraxis. So funktioniert sie mit dem Schema jeder Praxis und den Tollwutregeln jedes Landes. Pawza bewahrt diese Daten auf und sagt dir Bescheid, wenn eines näher rückt.

  • Einen Nachweis scannen. Pawza liest die Seite auf dem Gerät. Der Prüfbildschirm listet jede Impfung mit Namen, Impfdatum, nächster Fälligkeit und optionaler Chargennummer, und gespeichert wird erst, wenn du alles geprüft hast. Mit Pawza Pro auf einem iPhone oder iPad mit Apple Intelligence (ab iOS 26) füllen sich die Felder von selbst; sonst füllst du sie anhand des erkannten Texts aus.
  • Eine Erinnerung für das gedruckte Datum. Steht auf dem Nachweis eine nächste Fälligkeit, kann Pawza daraus eine Erinnerung an die Auffrischung für genau diesen Tag machen.
  • Eine Impfung von Hand eintragen. Eine Impfung, die du selbst einträgst, behält Impfdatum, nächste Fälligkeit, Chargennummer und Notizen und kann dich am Fälligkeitstag um 9:00 Uhr erinnern.

Prüf bei jeder Impferinnerung die Einstellung unter „Wiederholung“. „Jährlich“ passt zu Leptospirose oder Zwingerhusten. Für eine Grundimmunisierung mit Abständen von wenigen Wochen und für eine Auffrischung im 3-Jahres-Abstand passt es nicht. Stell das Datum ein, das dir die Praxis genannt hat, setz „Wiederholung“ auf „Nie“ und leg für eine Serie pro Impfung eine eigene Erinnerung an. Eine Erinnerung kommt an dem Tag, den du einstellst; will eine Tierpension die Impfung einige Tage vor der Ankunft sehen, stell sie also früher. Du kannst eine Erinnerung als „Zeitkritisch“ markieren, damit sie auch bei aktivem Fokus durchkommt, und die Liste sortiert alles in „Überfällig“, „Heute“, „Diese Woche“ und „Später“.

Mit Pawza Pro zeigt das Tierarztbesuch-PDF den Impfstatus neben aktuellen Medikamenten, Gewicht und den letzten Behandlungen, fertig zum Übergeben an eine neue Praxis. Die kostenlose Version deckt ein Tier ab, und Pro kostet 2,99 € im Monat, 22,99 € im Jahr oder einmalig 44,99 €. Es gibt kein Pawza-Konto und keinen Pawza-Server: Die Einträge bleiben auf deinem Gerät, mit optionaler Synchronisierung über dein eigenes iCloud-Konto. Die Gründe stehen in warum Tierarztunterlagen auf deinem Handy bleiben sollten (auf Englisch).

Den Impfplan legt deine Tierarztpraxis fest. Wenn du die Daten von den Nachweisen aufhebst, beantwortest du „Wann war die letzte?“ ohne Anruf.

Fragen

Häufig gefragt

Wann bekommen Welpen ihre erste Impfung?
Mit 8 Wochen, laut der StIKo Vet in Deutschland: gegen Parvovirose, Staupe und Leptospirose. Die internationalen Leitlinien der AAHA (Nordamerika) und der WSAVA beginnen mit 6 bis 8 Wochen und wiederholen die Kernimpfung alle 2 bis 4 Wochen, bis die letzte Dosis mit 16 Wochen oder später gegeben wird.
Wie viele Impfungen braucht ein Welpe?
Nach dem Impfschema der StIKo Vet vier Termine in der Grundimmunisierung: mit 8, 12 und 16 Wochen und mit 15 Monaten. Die Zahl ergibt sich aus den Daten, nicht umgekehrt. Die AAHA verlangt mindestens drei Kernimpfungen im Abstand von 2 bis 4 Wochen, bis der Welpe älter als 16 Wochen ist: Ein Welpe, der mit 8 Wochen im Abstand von 4 Wochen beginnt, ist mit 8, 12 und 16 Wochen fertig, einer, der mit 6 Wochen im Abstand von 3 Wochen beginnt, braucht fünf Termine. Danach folgt bei der AAHA eine Auffrischung innerhalb eines Jahres, dann alle 3 Jahre eine Kernimpfung.
Ab wann kann ein Welpe oder Kitten gegen Tollwut geimpft werden?
In Deutschland ab 12 Wochen, nach Angabe des Impfstoffherstellers. Die StIKo Vet führt Tollwut nicht mehr als Kernimpfung, weil die terrestrische Tollwut in Deutschland getilgt ist. Für Reisen ins Ausland schreibt die EU-Verordnung 576/2013 die Tollwutimpfung aber vor, und geimpfte Tiere sind nach der Tollwutverordnung bei Kontakt mit einem seuchenverdächtigen Tier bessergestellt. Für Reisen in Länder, die einen Antikörpernachweis verlangen, nennt die StIKo Vet Impfungen mit 12 und 16 Wochen und 15 Monaten. Frag deine Tierarztpraxis, was für deine Reisepläne gilt.
Welche Impfungen braucht ein Kitten?
Laut StIKo Vet die Kernimpfungen gegen Katzenschnupfen (Felines Herpesvirus und Felines Calicivirus) und Katzenseuche (Panleukopenie), kurz RCP, mit 8, 12 und 16 Wochen und mit 15 Monaten, danach im Abstand von bis zu 3 Jahren. Gegen Leukose (FeLV) wird bei hohem Ansteckungsrisiko geimpft, etwa bei Freigängern: ab 8 Wochen zweimal im Abstand von 3 bis 4 Wochen, dazu eine Impfung nach einem Jahr. Die Tollwutimpfung kann bei Katzen, die nicht ins Ausland reisen, entfallen.
Brauchen erwachsene Hunde und Katzen jedes Jahr eine Impfung?
Nicht für alle Komponenten. Laut StIKo Vet sehen die Impfstoffe gegen Staupe und Parvovirose je nach Hersteller Wiederholungen alle 1 bis 3 Jahre vor; Katzen werden gegen Herpes-, Calicivirus und Panleukopenie im Abstand von bis zu 3 Jahren nachgeimpft. Leptospirose beim Hund ist jährlich fällig, ebenso Zwingerhusten und Lyme-Borreliose, wenn dein Tier dagegen geimpft wird. Die AAHA empfiehlt Kernimpfungen alle 3 Jahre nach der ersten Auffrischung. Die jährliche Gesundheitskontrolle lohnt sich trotzdem, mit oder ohne Impfung.
Ist Leptospirose eine Pflichtimpfung für Hunde?
Gesetzlich vorgeschrieben ist sie nicht, aber die StIKo Vet führt die Leptospirose in Deutschland als Kernimpfung: Hunde sollten jederzeit dagegen geschützt sein, die Grundimmunisierung besteht aus zwei Impfungen, und die Impfung ist jährlich zu wiederholen. In Nordamerika hat die AAHA sie 2024 zur Kernimpfung erklärt, nachdem ihre Leitlinien von 2022 sie noch als Non-Core geführt hatten. Die WSAVA-Leitlinien von 2024 behandeln sie als Kernimpfung, wo die Krankheit endemisch ist, die relevanten Serogruppen bekannt sind und passende Impfstoffe verfügbar sind.
Kennt Pawza den Impfplan meines Tiers?
Nein, und das mit Absicht. Pawza übernimmt die Daten aus den Unterlagen deiner Tierarztpraxis, statt einen eingebauten Impfplan anzuwenden. So funktioniert die App mit den Regeln jedes Landes und dem Schema jeder Praxis. Steht auf einem Nachweis ein Datum für die nächste Fälligkeit, kann Pawza daraus eine Erinnerung für genau diesen Tag machen. Prüf bei jeder Erinnerung die Einstellung unter „Wiederholung“: „Jährlich“ passt zu Leptospirose oder Zwingerhusten, aber nicht zur Grundimmunisierung eines Welpen und nicht zu einer Auffrischung im 3-Jahres-Abstand.

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